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Das Funktionsprinzip eines kapazitiven Spannungssensors zeigt die Kopplung des elektrischen Feldes mit dem stromführenden MV-Kabel mit LED-Anzeige

VPIS / Kapazitive Sensoren - Grundlagen: Auswahl, Verdrahtung, Ursachen für Falschanzeigen

Die Sicherheit von Schaltanlagen hängt davon ab, ob die Stromkreise vor Beginn der Wartungsarbeiten unter Spannung stehen. Eine visuelle Inspektion kann nicht zwischen spannungsführenden und spannungslosen 12 kV-Stromkreisen unterscheiden - die Arbeiter sind auf Spannungspräsenzanzeigesysteme (VPIS) angewiesen, um diese Bestätigung zu erhalten. Eine einzige falsche Anzeige kann zu Verletzungen durch einen Lichtbogen oder zum Tod führen.

Kapazitive Sensoren bilden das Herzstück der meisten modernen VPIS-Installationen. Im Gegensatz zu Potenzialtransformatoren, die eine Isolationskoordination und eine Änderung des Primärkreises erfordern, werden kapazitive Sensoren extern an Kabeln oder Sammelschienen montiert und erfassen elektrische Felder ohne galvanische Verbindung. Bei richtiger Auswahl und Installation bieten sie jahrzehntelang eine zuverlässige Spannungsanzeige. Bei unsachgemäßer Installation führen sie zu falsch positiven oder falsch negativen Ergebnissen oder zu intermittierendem Betrieb, was das Vertrauen des Bedieners untergräbt.

Dieser Leitfaden erläutert die Funktionsweise kapazitiver Spannungssensoren, die Auswahl geeigneter Modelle für verschiedene MV-Anwendungen, die korrekte Verdrahtung zur Vermeidung falscher Anzeigen und Techniken zur Fehlerbehebung bei den häufigsten Fehlerarten.


Was VPIS und kapazitive Sensoren in MV-Schaltanlagen leisten

Spannungsanwesenheitsanzeigesysteme (VPIS) bieten eine visuelle Bestätigung, dass Stromkreise unter Spannung stehen oder ausgeschaltet sind. Sie erfüllen drei wichtige Sicherheitsfunktionen:

Verifizierung von Lockout/Tagout - Bevor sich die Arbeiter den Geräten nähern, bestätigt VPIS, dass die Spannung entfernt wurde.
Erdungsschalter permissiv - Verriegelungen verhindern das Schließen des Erdungsschalters, wenn VPIS nicht anzeigt, dass keine Spannung vorhanden ist
Dreiphasige Überprüfung - Erkennt einphasige Zustände oder durchgebrannte Sicherungen, bei denen eine oder zwei Phasen unter Spannung bleiben

Frühe VPIS-Implementierungen verwendeten Spannungstransformatoren (VTs) oder Potenzialtransformatoren (PTs), die direkt mit dem Primärkreis verbunden waren. Diese bieten eine genaue Spannungsmessung, erfordern jedoch eine sorgfältige Isolationskoordination, verursachen zusätzliche Kosten und nehmen in kompakten Schaltanlagen viel Platz ein. Als einfachere Alternative haben sich kapazitive Sensoren herauskristallisiert: kleine scheibenförmige Geräte, die auf Kabelanschlüssen, Sammelschienenkammern oder Epoxid-Isolationsflächen montiert werden und das Vorhandensein von Spannung durch elektrische Feldkopplung erkennen.

Kapazitive Sensoren messen nicht die Größe der Spannung, sondern erkennen das Vorhandensein eines Feldes oberhalb eines Schwellenwerts (normalerweise 15-25% der Nennspannung). Eine grüne LED zeigt an, dass Spannung vorhanden ist; kein Leuchten (oder eine rote LED bei einigen Modellen) bedeutet, dass keine Spannung vorhanden ist. Anspruchsvollere Systeme integrieren drei einphasige Sensoren mit einer zentralen Anzeigeeinheit, die den Status der einzelnen Phasen anzeigt, sowie Alarmausgänge für die Integration von Steuerkreisen.

[SICHERHEITSHINWEIS: Kapazitive Sensoren zeigen das Vorhandensein von Spannung an, beweisen aber NICHT, dass die Schaltkreise berührungssicher sind - überprüfen Sie dies immer mit einem ordnungsgemäß bemessenen Prüfgerät, bevor Sie an stromlosen Geräten arbeiten.]

Die Anwendungen von Vakuum-Leistungsschaltern, die unter https://xbrele.com/what-is-vacuum-circuit-breaker-working-principle/ setzen VPIS häufig an Kabelendverschlüssen und Sammelschienenschächten ein, um die Sicherheit des Personals bei Wartungs- und Schaltvorgängen zu erhöhen.


Wie kapazitive Sensoren funktionieren: Grundlagen der elektrischen Feldkopplung

Kapazitive Sensoren arbeiten nach dem Prinzip, dass stromführende Leiter elektrische Felder erzeugen, die in den umgebenden Raum hineinreichen. Der Sensor wird zu einer Platte eines Kondensators, wobei der stromführende Leiter die andere Platte und Luft/Isolierung das Dielektrikum ist.

Physikalisches Funktionsprinzip

Wenn ein Mittelspannungskabel oder eine Stromschiene mit 12 kV unter Spannung gesetzt wird, strahlt ein elektrisches Wechselfeld nach außen ab. Ein in der Nähe des Leiters angebrachtes metallisches Sensorelement koppelt sich kapazitiv an dieses Feld an. Obwohl keine galvanische (direkte elektrische) Verbindung besteht, fließt ein kleiner Verschiebungsstrom:

I = C × dV/dt

Wo:

  • I = Verdrängungsstrom (typischerweise Nano- bis Mikroampere)
  • C = Kapazität zwischen Sensor und Leiter (typischerweise 0,1-10 pF)
  • dV/dt = Rate der Spannungsänderung (proportional zu Frequenz und Amplitude)

Für ein 50 Hz, 12 kV (Phase-Erde = ~7 kV RMS) System:

dV/dt = 2π × 50 × 7000 = 2,2 MV/s

Mit 1 pF Koppelkapazität:

I = 1 pF × 2,2 MV/s = 2,2 μA

Dieser Verdrängungsstrom im Mikroampere-Bereich lädt einen kleinen internen Kondensator in der Sensorelektronik auf. Wenn die akkumulierte Ladung einen Schwellenwert überschreitet, wird die LED des Sensors aktiviert und zeigt das Vorhandensein der Spannung an. Fällt die Spannung des Primärkreises unter ~15-25% des Nennwerts, fließt nicht genügend Verdrängungsstrom, um die Anzeige aufrechtzuerhalten.

Konstruktion des Sensors

Ein typischer kapazitiver Sensor enthält:

Fühlende Elektrode - Metallische Scheibe oder Platte in der Nähe des Primärleiters
Elektronik-Modul - Verstärker, Schwellenwertdetektor und LED-Treiber, die durch das erfasste Feld selbst oder durch die aus dem elektrischen Feld gewonnene Energie gespeist werden
LED-Anzeige - Grün (Spannung vorhanden) oder rot/keine (Spannung nicht vorhanden)
Befestigungsmaterial - Klebepad, Schraubbefestigung oder Schnappclip je nach Anwendung

Erweiterte Modelle fügen hinzu:

  • Hilfskontakte für Fernalarm- oder Verriegelungskreise
  • Dual-LED (grün + rot) für positive Anzeige in beiden Zuständen
  • Selbsttestschaltung mit blinkendem LED-Muster zum Nachweis der Sensorfunktionalität
  • Kommunikationsschnittstelle (Modbus, Profibus) für SCADA-Integration
Sensor-TypStromquelleTypische Anwendung
Selbstversorger (Ernte auf dem Feld)Aus dem gemessenen elektrischen Feld extrahierte EnergieKabelendverschlüsse, Freiluft-Schaltanlagen
BatteriebetriebenInterne Lithiumzelle (5-10 Jahre Lebensdauer)Niedrigfeldanwendungen, Nachrüstungsinstallationen
Externe Stromversorgung24 VDC oder 110 VDC HilfsversorgungSysteme, die Hilfskontakte oder SCADA-Integration erfordern

Auswahl des richtigen kapazitiven Sensors: Überlegungen zur Anwendung

Die Auswahl des kapazitiven Sensors hängt vom Installationsort, der Spannungshöhe, den Umgebungsbedingungen und den Anforderungen an die Systemintegration ab. Eine falsche Auswahl führt zu unzuverlässigem Betrieb oder Totalausfall.

Nennspannung und Empfindlichkeit

Die Sensoren müssen der Spannungsklasse des Systems entsprechen:

Netzspannung (kV)Schwellenwert für die SensorabfrageSchwellenwert für AusfälleTypische Modellbewertung
3,6 / 7,2 kV0,9-1,8 kV0,6-1,2 kV3,6 kV-Klasse
12 / 13,8 kV1,8-3,5 kV1,2-2,3 kV12 kV-Klasse
24 / 27 kV3,6-6,8 kV2,4-4,5 kV24 kV-Klasse
36 / 40,5 kV5,4-10 kV3,6-6,8 kV36 kV-Klasse

Schwelle für die Aufnahme - Spannung, bei der der Sensor zuverlässig “Spannung vorhanden” anzeigt”
Dropout-Schwelle - Spannung, unterhalb derer der Sensor “keine Spannung” anzeigt”

Die Hysterese zwischen An- und Abfall verhindert ein Flackern der LED, wenn die Spannung nahe dem Schwellenwert liegt. Die typische Hysterese beträgt 20-40% des Anzugswertes.

Kritischer Auswahlpunkt: Sensoren, die für 12-kV-Systeme ausgelegt sind, funktionieren in 7,2-kV-Systemen aufgrund unzureichender Feldstärke möglicherweise nicht zuverlässig. Umgekehrt können 7,2-kV-Sensoren in 12-kV-Systemen “Spannung vorhanden” anzeigen, auch wenn die kapazitive Kopplung von benachbarten stromführenden Phasen Streufelder erzeugt, was zu falsch positiven Ergebnissen führt.

Einbauort: Kabel vs. Stromschiene vs. Epoxidharzteile

Kabelanschlüsse (am häufigsten):

  • Die Sensoren werden direkt auf dem Schirm der Kabelisolierung oder dem Spannungskonus montiert
  • Starke elektrische Feldkonzentration liefert zuverlässiges Signal
  • Die Kontinuität der Abschirmung muss gewährleistet sein (der Sensor unterbricht die Erdung der Abschirmung nicht).
  • Kabelanschlüsse im Freien erfordern wetterfeste Sensorgehäuse

Sammelschienenschächte:

  • Montage der Sensoren an den Kammerwänden oder direkt auf der Sammelschienenisolierung
  • Die Feldstärke variiert mit dem Abstand zur Sammelschiene - eine engere Montage verbessert die Zuverlässigkeit
  • Metallkammerwände können die kritische Platzierung des Feldsensors abschirmen
  • Dreiphasige Konfigurationen erfordern eine sorgfältige Identifizierung der Phasen

Epoxid-isolierte Buchsen/Teile:

  • Sensoren werden auf der Epoxidoberfläche in der Nähe des Innenleiters montiert
  • Gleichmäßiges Feld im Epoxidharz sorgt für eine stabile Abtastung
  • Die Epoxidoberfläche muss sauber sein (keine Verunreinigungen, die die Feldkopplung reduzieren)
  • Einige Epoxidteile enthalten werkseitig angeformte Sensortaschen
Querschnittsdarstellung der kapazitiven Sensormontage auf Kabelabschluss, Sammelschienenkammer und Epoxiddurchführung mit elektrischen Feldlinien
Abbildung 1. Montageorte für kapazitive Sensoren: Der Kabelabschluss sorgt für eine optimale Feldstärke, die Sammelschienenkammer erfordert einen geringen Abstand, die Epoxidbuchse bietet eine stabile Feldgleichmäßigkeit.

[Anwendungshinweis: Sensorplatzierung für maximale Zuverlässigkeit]

  • Montieren Sie die Sensoren innerhalb der Potentialausgleichszone - niemals auf isoliertem Metall, das gefährliche Spannungen führen könnte.
  • Positionieren Sie die Sensoren so, dass sie nur mit dem vorgesehenen Phasenleiter verbunden sind - vermeiden Sie Stellen, an denen mehrere Phasen gleichzeitig erfasst werden.
  • Prüfen Sie, ob die Sensor-LED von der normalen Bedienerposition aus sichtbar ist, ohne dass das Bedienfeld geöffnet werden muss.
  • Montieren Sie bei Kabelendverschlüssen die Sensoren auf dem geraden Abschnitt unterhalb des Spannungskonus, nicht auf dem aufgeweiteten Teil.

Umweltbezogene Bewertungen: Innenraum vs. Außenbereich vs. harte Bedingungen

Die kapazitiven Sensoren müssen der Installationsumgebung standhalten:

UmweltErforderliche BewertungenTypische Herausforderungen
Innenraum-Schaltanlagen (sauber)IP40, -5°C bis +40°CMinimale Umweltbelastung
Industrielle Innenräume (staubig)IP54, -10°C bis +50°CStaubansammlungen auf der Sensorfläche können die Kopplung verringern
Verteilung im Freien (gemäßigt)IP65, -40°C bis +70°C, UV-BeständigkeitKondenswasserbildung, Temperaturwechsel, UV-Zersetzung
Außenbereich an der Küste (ätzend)IP66/IP67, -40°C bis +85°C, Salznebel getestetKorrosion der Anschlüsse, Eindringen von Feuchtigkeit
Bergbau/SchwerindustrieIP67, vibrationsfest, -25°C bis +60°CMechanische Stöße, Staub und Vibrationen beeinträchtigen die Sichtbarkeit der LEDs

Extreme Temperaturen beeinträchtigen sowohl die Zuverlässigkeit der Elektronik als auch die Lebensdauer der Batterie (bei batteriebetriebenen Modellen). Sensoren, die nur für +40°C ausgelegt sind, können in Schaltanlagen im Freien, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, vorzeitig ausfallen - die Innentemperaturen können +70°C übersteigen.

Hilfskontakte und Alarmintegration

Einfache Sensoren bieten nur eine lokale visuelle Anzeige. Anwendungen, die eine Fernüberwachung oder elektrische Verriegelung erfordern, benötigen Sensoren mit Hilfskontakten:

SPDT-Relaisausgang:

  • “Kontakt ”a" schließt bei anliegender Spannung
  • “Kontakt ”b" schließt bei fehlender Spannung
  • Kontaktbelastbarkeit typischerweise 1-5 A bei 250 VAC oder 30 VDC

Häufige Verwendungen:

  • Verriegelung des Erdungsschalters (verhindert das Schließen des Erdungsschalters, wenn ein Sensor eine Spannung feststellt)
  • Alarmtafel in der Leitwarte (meldet den Status "Spannung vorhanden/abwesend")
  • SCADA-Integration (Übertragung des Sensorstatus an die zentrale Überwachung)

Sensoren mit Kontakten benötigen eine externe Stromversorgung (sie können nicht allein durch das elektrische Feld mit Strom versorgt werden). Der Anschluss erfordert eine zusätzliche Verdrahtung - in der Regel 3-4 Drähte für die Stromversorgung plus 2-3 Drähte pro Kontakt.


Richtige Verdrahtungspraktiken: Verhinderung falscher Anzeigen

Kapazitive Sensoren sind einfache Geräte, doch unsachgemäße Verdrahtung ist die Ursache für die meisten Feldausfälle und Fehlanzeigen. Die meisten Probleme sind auf Erdungsfehler, elektromagnetische Störungen oder Fehler bei der Kontaktverdrahtung zurückzuführen.

Erdung und Abschirmung

Kapazitive Sensoren müssen mit der Erdungssammelschiene der Schaltanlage geerdet werden, um ein Bezugspotenzial herzustellen:

Korrekte Erdungspraxis:

  • Verbinden Sie das Sensorgehäuse/den Montagebügel über ein spezielles Erdungskabel (mindestens 2,5 mm² / 14 AWG) mit der Erdungsschiene.
  • Der Erdungsanschluss sollte niederohmig sein (<0,1 Ω)
  • Stellen Sie bei Sensoren mit Kabelanschlüssen sicher, dass die Kabelabschirmung während der Sensormontage durchgängig ist.
  • Erden Sie den Sensor NICHT an lackierten Oberflächen oder allein durch die Befestigungsschrauben - Lack erzeugt eine hochohmige Verbindung.

Kabelabschirmung (bei Sensoren mit Hilfskontakten):

  • Verwenden Sie abgeschirmte Kabel für die Verkabelung zwischen Sensor und Anzeigegerät/Alarmzentrale
  • Abschirmung nur auf der Sensorseite an Masse angeschlossen (Vermeidung von Masseschleifen)
  • Mindestabschirmung 80% (vorzugsweise 90%+)
  • Verlegen Sie die Sensorkabel getrennt von den Hochstromkabeln, um die EMI-Aufnahme zu reduzieren.
VerdrahtungsfehlerKonsequenzRichtiges Vorgehen
Sensor nicht geerdetUnregelmäßiger Betrieb, Fehlalarme durch StreufelderDedizierter Erdungsdraht zur Erdungsschiene der Schaltanlage
Abschirmung an beiden Enden geerdetErdschleifenstrom verursacht falsche AnzeigenAbschirmung nur auf der Sensorseite erden
Sensorkabel mit Stromkabeln verlegtEMI-induzierte FehlanzeigenVerlegen Sie die Sensorkabel in einem separaten Kabelkanal/Schacht
Sensor auf lackierter Oberfläche montiertUnterbrochener Betrieb aufgrund von schlechtem BodenkontaktFarbe an der Befestigungsstelle entfernen oder Erdungsband verwenden

Konfiguration der Hilfskontaktverdrahtung

Bei Sensoren mit Relaisausgängen muss auf die Polarität der Kontaktverdrahtung und die Konfiguration geachtet werden:

Für die Verriegelung des Erdungsschalters:

  • Kontakt des Sensors “b” verwenden (geschlossen bei fehlender Spannung)
  • Kontakt “b” in Reihe mit Erdungsschalter schließen
  • Wenn einer der drei Sensoren (R-, Y-, B-Phasen) eine Spannung feststellt, öffnet sich der entsprechende “b”-Kontakt und blockiert das Schließen des Erdungsschalters.
  • Test durch Simulation eines Sensorausfalls (Strom abschalten) - Erdungsschalter sollte blockiert werden

Für die Alarmanzeige:

  • “Kontakt ”a“ (geschlossen, wenn Spannung vorhanden) steuert den Alarm ”Spannung vorhanden".
  • “Kontakt ”b“ (geschlossen bei fehlender Spannung) steuert den Alarm ”Spannung fehlt".
  • Die Alarmschaltung sollte unerwartete Spannungen melden (z. B. Spannung bei geöffnetem Unterbrecher).

Kritisch: Überprüfen Sie, ob der Kontakttyp (Schließer oder Öffner) den Anforderungen des Stromkreises entspricht. Einige Hersteller beschriften die Kontakte mit “working” vs. “resting” anstelle von “a”/“b” - konsultieren Sie die Herstellerdokumentation, um Verdrahtungsfehler zu vermeiden.

Dreiphasiger VPIS-Schaltplan mit Hilfskontakten, die mit der Erdungsschalterverriegelung und der Alarmzentrale verdrahtet sind
Abbildung 2. Dreiphasiges kapazitives Sensorsystem mit Hilfskontakten: serielle “b”-Kontakte verriegeln den Erdungsschalter (erlaubt das Schließen nur, wenn alle Phasen stromlos sind), parallele “a”-Kontakte steuern den Alarm "Spannung vorhanden".

Anforderungen an die Stromversorgung (für aktive Sensoren)

Selbstversorgte Sensoren gewinnen die Energie aus dem gemessenen elektrischen Feld - eine externe Verkabelung ist nicht erforderlich. Batteriebetriebene und extern versorgte Sensoren erfordern einen ordnungsgemäßen Anschluss an die Stromversorgung:

Batteriebetrieben:

  • Interne Lithiumzelle (normalerweise CR2032 oder ähnlich)
  • 5-10 Jahre Batterielebensdauer unter normalen Bedingungen
  • Anzeige eines niedrigen Batteriestandes (LED-Blitzmuster oder separate Anzeige)
  • Der Batteriewechsel erfordert die Demontage des Sensors - planen Sie ihn während der Wartungspausen ein

Extern gespeist:

  • Versorgungsspannung typischerweise 24 VDC oder 110 VDC von der Stationsbatterie/Steuerversorgung
  • Stromaufnahme 5-20 mA pro Sensor
  • Die Polarität der Stromversorgung muss korrekt sein (Verpolung kann die Elektronik beschädigen)
  • Abgesicherte Versorgung empfohlen (1-A-Sicherung schützt mehrere Sensoren)

Verdrahtung der Stromversorgung:

  • Verwenden Sie mindestens 1,0 mm² (18 AWG) für die Versorgungsleitung.
  • Beachten Sie die Polaritätskennzeichnung (rot = +, schwarz = -)
  • Erhöhen Sie bei langen Kabelstrecken (>50 m) den Kabelquerschnitt, um den Spannungsabfall auszugleichen.
  • Überprüfen Sie die Versorgungsspannung an den Sensorklemmen (sollte innerhalb von ±10% der Nennspannung liegen)

Häufige Ursachen für Falschanzeigen und Fehlerbehebung

Falsch-positive Meldungen (Anzeige von Spannung, obwohl der Stromkreis leer ist) und falsch-negative Meldungen (fehlende Anzeige von Spannung, obwohl der Stromkreis unter Spannung steht) untergraben das Vertrauen des Bedieners in VPIS. Das Verständnis der Grundursachen ermöglicht eine effektive Fehlersuche.

Falsches Positiv: Anzeige der Spannung bei spannungslosem Stromkreis

Ursache 1: Kapazitive Kopplung von der benachbarten stromführenden Phase

  • In dreiphasigen Systemen können die elektrischen Felder der stromführenden Phasen in die Sensoren der stromlosen Phasen einkoppeln.
  • Besonders häufig in kompakten Schaltanlagen mit engen Phasenabständen
  • Diagnose: Alle drei Phasen stromlos schalten - die falsche Anzeige sollte verschwinden

Lösung: Schirmen Sie den Sensor mit geerdeten Metallbarrieren gegen benachbarte Phasenfelder ab, oder bringen Sie den Sensor an eine Position mit geringerer Kreuzkopplung. Einige Installationen erfordern phasenselektive Sensoren mit Richtungsmessfühlern.

Ursache 2: Induzierte Spannung auf langem stromlosem Kabel

  • Lange Kabel (>100 m) können induzierte Spannungen von parallel geschalteten Kabeln entwickeln
  • Induzierte Spannung, die ausreicht, um die Ansprechschwelle des Sensors auszulösen (~2 kV)
  • Diagnose: Spannung mit Hochimpedanz-Voltmeter messen - typischerweise 1-5 kV induzierte Spannung sehen

Lösung: Erden Sie das stromlose Kabel durch vorübergehende Erdung, bevor Sie sich auf die VPIS-Anzeige verlassen. Verwenden Sie alternativ Sensoren mit höherer Ansprechschwelle oder mit Doppelbestätigung (Spannungsmessung + Feldmessung).

Ursache 3: Ausfall der Sensorelektronik

  • Die LED leuchtet unabhängig vom Zustand des Stromkreises
  • Selbsttestfunktion (falls vorhanden) zeigt Fehler an
  • Diagnose: Sensor von der Feldquelle trennen - LED sollte erlöschen

Lösung: Fehlerhaften Sensor austauschen. Auf Umweltschäden (Eindringen von Feuchtigkeit, Überhitzung) prüfen, die den Ausfall verursacht haben könnten.

Falsches Negativ: Fehlende Anzeige der Spannung bei eingeschaltetem Stromkreis

Ursache 1: Sensor ist zu weit vom Leiter entfernt

  • Die elektrische Feldstärke nimmt mit der Entfernung schnell ab (Gesetz des umgekehrten Quadrats für Punktquellen)
  • Sensor außerhalb der effektiven Reichweite (typischerweise >50 mm für 12-kV-Systeme)
  • Diagnose: Den Sensor vorübergehend näher am Leiter positionieren - die Anzeige sollte erscheinen

Lösung: Montieren Sie den Sensor wieder an der richtigen Stelle. Für Nachrüstungsinstallationen, bei denen die Montageposition eingeschränkt ist, sollte ein Sensormodell mit höherer Empfindlichkeit in Betracht gezogen werden.

Ursache 2: Abschirmung durch geerdetes Metall

  • Geerdete Metallkammerwände oder Montagehalterungen schirmen das elektrische Feld ab
  • Sensor kann nicht in das Leiterfeld einkoppeln
  • Diagnose: Abschirmendes Metall entfernen/umstellen (wenn dies gefahrlos möglich ist) - Anzeige sollte erscheinen

Lösung: Verlegen Sie den Sensor an eine Position außerhalb der abgeschirmten Zone oder installieren Sie einen auf einer Sammelschiene montierten Sensor, der die Kammerabschirmung umgeht.

Ursache 3: Verunreinigung der Epoxidoberfläche

  • Leitende Verunreinigungen (Staub, Feuchtigkeit, Kohlenstoffspuren) auf der Oberfläche der Epoxidisolierung
  • Verunreinigungen bieten einen alternativen Pfad für den Verdrängungsstrom und verringern das Sensorsignal
  • Diagnose: Reinigen Sie die Epoxidoberfläche mit Isopropylalkohol - die Anzeichen können zurückkehren

Lösung: Regelmäßige Reinigung der Montageflächen des Sensors. Bei Installationen im Freien ist zu prüfen, ob die IP-Schutzart ausreicht, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.

Ursache 4: Niedrige Systemspannung

  • Die Systemspannung liegt unter der Ansprechschwelle des Sensors (z. B. 7,2-kV-Sensor auf 3,6-kV-System)
  • Die Einstellung der Transformatorstufe hat die Spannung unter das erwartete Niveau reduziert
  • Diagnose: Messen Sie die tatsächliche Systemspannung - sie kann deutlich unter der Nennspannung liegen.

Lösung: Ersetzen Sie den Sensor durch ein Modell mit niedrigerer Spannung, das für die tatsächliche Betriebsspannung geeignet ist.

Ursache 5: Erschöpfung der Batterie (batteriebetriebene Sensoren)

  • Interne Batterie erschöpft (typische Lebensdauer 5-10 Jahre)
  • Warnung bei niedrigem Batteriestand wurde möglicherweise übersehen
  • Diagnose: Batteriespannung prüfen (erfordert Ausbau des Sensors)

Lösung: Ersetzen Sie die Batterie oder ersetzen Sie den gesamten Sensor, wenn die Batterie nicht gewartet werden kann.

SymptomWahrscheinlichste UrsacheSchnelltest zur Überprüfung
Alle drei Phasen zeigen Spannung an, wenn eine Phase spannungslos istPhasenübergreifende KopplungSchalten Sie alle Phasen ab - die Anzeichen sollten verschwinden.
Intermittierende Anzeige (flackernde LED)Geringe Feldstärke oder schlechte ErdverbindungFesten Sitz der Sensorbefestigung und Durchgängigkeit des Erdungsdrahtes prüfen
Eine Phase zeigt nie an, auch wenn sie unter Strom stehtSensorausfall oder PositionierungsfehlerTauschen Sie die Sensoren zwischen den Phasen aus, um das fehlerhafte Gerät zu isolieren.
Plötzlicher Ausfall aller Sensoren gleichzeitigAusfall der Spannungsversorgung (extern versorgte Sensoren)Überprüfen Sie die Steuerspannung an den Sensorklemmen.
VPIS-Flussdiagramm zur Fehlerbehebung mit Entscheidungsbaum für falsch-positive und falsch-negative Spannungsanzeigen mit Abhilfemaßnahmen
Abbildung 3. Systematisches Flussdiagramm zur Fehlersuche bei Fehlanzeigen von kapazitiven Sensoren, das Kreuzkopplung, induzierte Spannung, Positionierungsfehler, Abschirmung und Verschmutzungsprobleme abdeckt.

Bewährte Praktiken bei der Installation: Langfristige Verlässlichkeit gewährleisten

Eine ordnungsgemäße Installation verlängert die Lebensdauer der Sensoren und sorgt für einen zuverlässigen Betrieb über Jahre hinweg:

Überprüfungen vor der Installation

  • Prüfen Sie, ob die Sensorspannung der Systemspannungsklasse entspricht.
  • Bestätigen Sie, dass die Umgebungsbedingungen (IP-Code, Temperaturbereich) für den Installationsort geeignet sind.
  • Prüfen Sie, ob das Sensormodell die erforderlichen Funktionen enthält (Hilfskontakte, Selbsttest usw.).
  • Überprüfen Sie den Zustand der Montagefläche - sauber, trocken, frei von Verunreinigungen

Montageverfahren

  1. Reinigen Sie die Montagefläche mit Isopropylalkohol (bei Epoxidharz/Kabelisolierung) oder einer Drahtbürste (bei Metallflächen).
  2. Entfernen Sie Farbe oder Beschichtung an der Befestigungsstelle, um die elektrische Kontinuität für die Erdung sicherzustellen.
  3. Bringen Sie den Sensor gemäß den Anweisungen des Herstellers an:
    • Klebemontage: Sicherstellen, dass der Sensor vollständig auf der Basis aufliegt, 30 Sekunden lang Druck ausüben
    • Schraubmontage: Anzugsmoment auf den angegebenen Wert (typischerweise 2-4 Nm), nicht zu fest anziehen
    • Clip-Montage: Überprüfen Sie, ob der Clip fest eingerastet ist; er sollte sich nicht von Hand entfernen lassen.
  4. Erdungsleitung (mindestens 2,5 mm²) vom Sensorgehäuse an die Erdungsschiene der Schaltanlage anschließen
  5. Bei Sensoren mit Hilfskontakten/Stromversorgung Verdrahtung nach Herstellerangaben vornehmen (Polarität beachten)

Überprüfung der Inbetriebnahme

  • Schalten Sie den Stromkreis ein und überprüfen Sie, ob die LED aufleuchtet (grün für vorhandene Spannung).
  • Schalten Sie den Stromkreis aus und überprüfen Sie, ob die LED erlischt oder auf rot wechselt (keine Spannung).
  • Falls Hilfskontakte vorhanden sind, den Kontaktzustand messen und die korrekte Funktion überprüfen (NO schließt bei Erregung, NC öffnet bei Erregung)
  • Betreiben Sie den Leistungsschalter über mehrere Öffnungs-/Schließzyklen - der Sensor sollte den Zustand des Stromkreises zuverlässig verfolgen.
  • Simulieren Sie die Einspeisung benachbarter Phasen (wenn möglich), um zu prüfen, ob es zu Fehlalarmen aufgrund von Kreuzkopplungen kommt.
  • Prüfen Sie, ob die LED aus der normalen Sichtposition des Bedieners sichtbar ist.
Schritt-für-Schritt-Installationssequenz, die die Montage des kapazitiven Sensors am Kabelanschluss mit Oberflächenvorbereitung, Platzierung, Erdung und Überprüfung zeigt
Abbildung 4. Richtige Installationsreihenfolge für kapazitive Spannungssensoren am Kabelabschluss: Oberfläche reinigen, Sensor positionieren, Erdungsdraht anschließen, Funktion überprüfen.

Wartungs- und Prüfintervalle

Kapazitive Sensoren sind weitgehend wartungsfrei, müssen aber regelmäßig überprüft werden:

Jährliche Inspektion:

  • Sichtprüfung auf physische Schäden (gesprungene Linse, Korrosion, lockere Befestigung)
  • Überprüfen Sie, ob die LED-Beleuchtung dem tatsächlichen Schaltkreisstatus entspricht.
  • Funktion der Hilfskontakte prüfen (falls zutreffend)

5-Jahres-Detailtest:

  • Reinigen Sie die Montagefläche des Sensors und die umgebende Isolierung.
  • Durchgängigkeit der Erdungsverbindung prüfen (<0,1 Ω)
  • Hilfskontaktwiderstand messen (sollte <50 mΩ sein, wenn geschlossen)
  • Bei batteriebetriebenen Geräten ist die Anzeige für einen niedrigen Batteriestand zu überprüfen und die Batterie bei Bedarf zu ersetzen.

10-Jahres-Überlegung für den Ersatz:

  • LED-Verschlechterung (geringere Helligkeit) kann die Sichtbarkeit bei Tag beeinträchtigen
  • Alterung der Elektronik kann Schwellenspannung verschieben
  • Erwägen Sie den Austausch bei größeren Wartungsausfällen, auch wenn der Sensor noch funktioniert.

Nach Fehlerereignissen:

  • Prüfen Sie die Sensoren des fehlerhaften Stromkreises und der benachbarten Stromkreise.
  • Überprüfen Sie, dass der Fehlerstrom oder die transiente Überspannung die Sensorelektronik nicht beschädigt hat.
  • Testbetrieb durch Einschalt- und Ausschaltzyklus

Erweiterte VPIS-Konfigurationen: Dreiphasige Systeme und SCADA-Integration

Basisinstallationen verwenden unabhängige Sensoren pro Phase. Erweiterte Systeme integrieren drei Sensoren mit zentraler Logik und Fernüberwachung.

Dreiphasige Anzeigegeräte

Zentralisierte Anzeigegeräte fassen drei einphasige Sensoren zusammen:

Eigenschaften:

  • Drei-LED-Anordnung zur Anzeige des Status pro Phase (R-Y-B oder A-B-C)
  • Logische Verarbeitung: Alarm, wenn die Phasen nicht übereinstimmen (eine zeigt Spannung an, die andere nicht)
  • Einzelner Hilfskontaktausgang: “Alle Phasen tot” zulässig für Erdungsschalterverriegelung
  • Redundante Stromversorgungseingänge

Verkabelung:

  • Jeder Sensor wird über ein 2-4-adriges Kabel (Strom + Signal) an die Anzeigeeinheit angeschlossen
  • An der Schaltanlagentür oder -tafel montierte Anzeigeeinheit für die Sicht des Bedieners
  • Hilfskontakte verdrahten zu Erdungsschaltersteuerung, Alarmen oder SCADA

Vorteile gegenüber unabhängigen Sensoren:

  • Ein einziger Bezugspunkt für den Bediener
  • Verbesserte Diagnosefähigkeit (Erkennung von einphasigen Verlusten)
  • Leichtere Integration in Schutz- und Kontrollsysteme

SCADA- und IED-Integration

Moderne Schaltanlagen integrieren VPIS mit intelligenten elektronischen Geräten (IEDs) und SCADA:

Kommunikationsprotokolle:

  • Modbus RTU/TCP (meist verbreitet)
  • Profibus DP
  • DNP3 (Nutzanwendungen)
  • IEC 61850 (für Unterstationen mit Prozessbus)

Übermittelte Datenpunkte:

  • Status des Vorhandenseins der Spannung pro Phase (binär: vorhanden/abwesend)
  • Sensorzustand/Selbstteststatus (binär: gesund/fehlerhaft)
  • Batteriestatus (bei batteriebetriebenen Geräten)
  • Ereignisprotokollierung mit Zeitstempel (Spannungsübergangsereignisse)

Anwendungen:

  • Fernbestätigung der Abschaltung des Stromkreises vor Erteilung der Arbeitsgenehmigung
  • Automatische Alarmierung bei unerwarteter Spannung (Sicherheitserkennung)
  • Koordinierung mit automatisierten Schaltvorgängen
  • Langfristige Zuverlässigkeitstrends (Vorhersage von Sensorausfällen)
Dreiphasige VPIS-Systemarchitektur mit zentraler Anzeigeeinheit mit Hilfskontakten zur Erdungsschalterverriegelung und Modbus-Verbindung zu SCADA
Abbildung 5. Fortschrittliche dreiphasige VPIS-Architektur: Die zentrale Anzeigeeinheit verarbeitet drei Sensoreingänge, bietet einen Erdungsschalter und ist über Modbus mit SCADA zur Fernüberwachung integriert.

Auswahl eines Lieferanten für kapazitive Sensoren

Die Qualität der Sensoren variiert von Hersteller zu Hersteller erheblich. Bei der Bewertung von Lieferanten:

Überprüfen Sie die Bescheinigung der Baumusterprüfung: Die Sensoren sollten über unabhängige Prüfberichte verfügen, die die Spannungsschwelle, das Temperaturverhalten und die EMV-Immunität gemäß IEC 61243-5 (Geräte, die unter Spannung arbeiten) bestätigen.

Prüfen Sie die Anwendungserfahrung: Hat der Lieferant Sensoren für ähnliche Anwendungen geliefert (gleiche Spannungsklasse, Umgebung, Montageart)?

Bewerten Sie die technische Unterstützung: Kann der Anbieter bei der Optimierung der Sensorplatzierung und der Behebung von Problemen mit falschen Anzeigen helfen?

Beurteilung der Verfügbarkeit von Ersatzteilen: Die Sensoren können mehr als 20 Jahre in Betrieb bleiben - stellen Sie sicher, dass Ersatzgeräte und Batterien verfügbar sind.

Überprüfen Sie die Garantiebedingungen: Standardmäßig mindestens 2 Jahre Garantie; einige Hersteller bieten 5 Jahre für Premium-Modelle.

XBRELE bietet kapazitive Spannungssensoren, die für den zuverlässigen Betrieb in Mittelspannungsschaltanlagen von 3,6 kV bis 40,5 kV entwickelt wurden. Unsere Sensoren verfügen über eine Doppel-LED-Anzeige (grün + rot), Selbsttestfunktion und Hilfskontakte für die Integration von Verriegelungen. Eine vollständige Installationsdokumentation, Unterstützung bei der Inbetriebnahme und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen gewährleisten eine langfristige Systemzuverlässigkeit. Entdecken Sie unser komplettes Angebot an Schaltanlagenkomponenten und Zubehör unter https://xbrele.com/vacuum-circuit-breaker-manufacturer/.


Wichtige Erkenntnisse

  • Kapazitive Sensoren erkennen das Vorhandensein von Spannung durch elektrische Feldkopplung ohne galvanische Verbindung zu Primärkreisen
  • Die Auswahl des Sensors muss der Systemspannung, dem Installationsort (Kabel oder Stromschiene) und den Umgebungsbedingungen entsprechen.
  • Ordnungsgemäße Erdung und Abschirmung verhindern falsche Anzeigen, die durch gegenphasige Kopplung und EMI verursacht werden
  • Falsch-positive Ergebnisse resultieren oft aus benachbarter Phasenkopplung oder induzierter Spannung; falsch-negative Ergebnisse aus Positionierungsfehlern oder Abschirmung
  • Regelmäßige Inspektionen und Tests sorgen für langfristige Zuverlässigkeit, wobei die Batterie bei batteriebetriebenen Geräten alle 5-10 Jahre ausgetauscht werden muss
  • Moderne dreiphasige Systeme mit SCADA-Integration erhöhen die Sicherheit und ermöglichen die Fernüberwachung

Häufig gestellte Fragen

Q1: Müssen kapazitive Sensoren physisch mit dem Hochspannungsleiter verbunden werden?
A: Nein. Kapazitive Sensoren arbeiten durch elektrische Feldkopplung und benötigen keine galvanische (direkte elektrische) Verbindung mit dem MS-Leiter. Sie werden extern an der Kabelisolierung, an Sammelschienenkammern oder an Epoxidoberflächen angebracht und messen das elektrische Feld, das von stromführenden Leitern abgestrahlt wird.

F2: Können kapazitive Sensoren den tatsächlichen Spannungswert messen?
A: Nein. Kapazitive Sensoren erkennen nur das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein von Spannung, nicht deren Höhe. Sie zeigen an, ob die Spannung einen Schwellenwert überschreitet (in der Regel 15-25% der Nennspannung), liefern aber keine numerischen Spannungswerte. Für die Spannungsmessung sind Spannungswandler oder elektronische Spannungswandler zu verwenden.

F3: Wie kommt es, dass kapazitive Sensoren eine Spannung anzeigen, obwohl der Stromkreis eigentlich spannungslos ist?
A: Häufige Ursachen sind kapazitive Kopplung von benachbarten stromführenden Phasen, induzierte Spannung auf langen stromlosen Kabeln, die parallel zu stromführenden Kabeln verlaufen, und Ausfall der Sensorelektronik. Die Fehlersuche umfasst die Überprüfung, ob alle Phasen stromlos sind, die Prüfung auf induzierte Spannung mit einem hochohmigen Voltmeter und die Prüfung der Sensorfunktion.

F4: Wie lange halten batteriebetriebene kapazitive Sensoren, bevor die Batterie ausgetauscht werden muss?
A: Die Batterielebensdauer liegt in der Regel zwischen 5 und 10 Jahren, je nach Sensormodell, Umgebungstemperatur und LED-Aktivierungshäufigkeit. Die meisten batteriebetriebenen Sensoren warnen bei niedrigem Batteriestand (LED-Blinkmuster) 6-12 Monate vor der vollständigen Entleerung der Batterie.

F5: Kann ich einen 12-kV-Sensor in einem 24-kV-System installieren?
A: Nein. Sensoren müssen für die Spannungsklasse des Systems ausgelegt sein. Die Installation eines Sensors mit niedrigerem Spannungswert in einem System mit höherer Spannung birgt das Risiko von Sensorschäden und unzuverlässigem Betrieb. Die elektrische Feldstärke bei höheren Spannungen kann die Sensorelektronik sättigen oder die Nennwerte der Komponenten überschreiten.

F6: Warum funktioniert mein Sensor im Winter zuverlässig, zeigt aber im Sommer nicht an?
A: Die Temperatur beeinflusst die Sensorelektronik und die Batterieleistung. Wenn der Sensor nur für +40°C ausgelegt ist, im Sommer aber +70°C erreicht (aufgrund von Sonneneinstrahlung oder der Nähe von Transformatoren), kann es zu Fehlfunktionen der Elektronik kommen oder die Batteriespannung kann unter den Betriebsgrenzwert fallen. Vergewissern Sie sich, dass die Nenntemperatur des Sensors die maximal zu erwartende Umgebungstemperatur um mindestens 10 °C übersteigt.

F7: Wie nahe muss ein kapazitiver Sensor am Leiter positioniert werden, damit er zuverlässig funktioniert?
A: Der effektive Messabstand hängt von der Spannungshöhe und der Sensorausführung ab. Typische Bereiche: 3,6-12 kV-Systeme erfordern einen Sensor in einem Abstand von 50 mm zum Leiter; 24-36 kV-Systeme können bis zu einem Abstand von 100 mm zuverlässig arbeiten. Spezifische Modelle finden Sie in den Spezifikationen des Herstellers. Die Feldstärke nimmt mit dem Abstand schnell ab - eine Verdoppelung des Abstands verringert die Signalstärke um 75% oder mehr.


Weiterführende Literatur

Hannah Zhu, Marketingdirektorin von XBRELE
Hannah

Hannah ist Administratorin und Koordinatorin für technische Inhalte bei XBRELE. Sie ist verantwortlich für die Website-Struktur, die Produktdokumentation und die Blog-Inhalte zu den Themen Mittel- und Hochspannungsschaltanlagen, Vakuumunterbrecher, Schütze, Unterbrecher und Transformatoren. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung klarer, zuverlässiger und ingenieursfreundlicher Informationen, um Kunden weltweit dabei zu unterstützen, fundierte technische und Beschaffungsentscheidungen zu treffen.

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