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Im Bergbau werden Geräte zerstört, die anderswo überleben. Das Eindringen von Staub macht die Standard-IP-Schutzarten innerhalb weniger Monate zunichte. Vibrationen durch Sprengungen und schweres Gerät führen zu Rissen in Epoxidisolatoren, die für statische Installationen ausgelegt sind. Die Höhenlage im Tagebau und im Untertagebau verringert die Nennwerte luftisolierter Komponenten um 10-20%. Temperaturschwankungen von -30°C an der Oberfläche bis zu +45°C unter Tage belasten die für kontrollierte Umspannwerke konzipierten Wärmemanagementsysteme.
Bei der Auswahl von Mittelspannungs-Schaltanlagen für den Bergbau können nicht einfach die IEC-Bewertungen und das niedrigste Angebot angegeben werden. Eine 12-kV-Schaltanlage mit Schutzart IP54, die auf Meereshöhe getestet wurde und in einem sauberen Umspannwerk einwandfrei funktioniert, kann katastrophal versagen, wenn sie in einer Brecheranlage in 3.500 Metern Höhe installiert wird, in der Siliziumdioxidstaub in der Luft schwebt und die Erzverarbeitung zu Stößen führt.
Hersteller, die sich mit Bergbauanwendungen auskennen, entwickeln Lösungen, die über die Katalogspezifikationen hinausgehen: abgedichtete Schütze, die gegen das Eindringen von Staub immun sind, vibrationsgehärtete Sammelschienenhalterungen, höhenkorrigierte Isolationskoordination und modulare Konstruktionen, die einen schnellen Austausch während der engen Wartungsfenster ermöglichen, die der Bergbau zulässt.
Dieser Leitfaden nennt Hersteller mit bewährtem Bergbau-Portfolio, erklärt, was Schaltanlagen für den Bergbau von Standard-Industrieanlagen unterscheidet, und liefert Auswahlkriterien, die Beschaffungsteams bei der Spezifizierung von Mittelspannungs-Verteilungssystemen für Übertage-Betriebe, Untertage-Anlagen und mobile Geräte bei Bergbaustandorte weltweit.
Standard-Schaltanlagenspezifikationen gehen von kontrollierten Umgebungen aus. Der Bergbau widerspricht allen Annahmen. ### Herausforderungen für die Umwelt
Staub und Verschmutzung:
Vibration und Schock:
Auswirkungen der Höhenlage:
Temperatur-Extreme:
Ätzende Atmosphäre:

Schnelle Entstörung:
Zugänglichkeit zur Wartung:
Kompatibilität mobiler Geräte:

Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Große Übertagebetriebe, unterirdische Hauptumspannwerke
Überlegungen: Hochpreisig (20-30% über der Mittelklasse), lange Vorlaufzeiten für kundenspezifische Konfigurationen
Bemerkenswerte Projekte: Escondida (Chile), Olympic Dam (Australien), Oyu Tolgoi (Mongolei)
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Unterirdische Schalttafeln (mit begrenztem Platzangebot), abgelegene Minenstandorte
Überlegungen: SF6-Umweltbedenken (obwohl moderne Designs minimale Leckagen aufweisen), proprietäre Designs beschränken die Wartung durch Dritte
Bemerkenswerte Projekte: Grasberg (Indonesien), Sishen (Südafrika), Boddington (Australien)
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Umweltempfindliche Standorte, integrierte Automatisierungsprojekte, Hochtemperaturuntertage
Überlegungen: Höchste Kostenstufe, erfordert manchmal ein Siemens Automatisierungs-Ökosystem für volle Funktionalität
Bemerkenswerte Projekte: Chuquicamata (Chile), Kalgoorlie (Australien)
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Budgetbewusste Projekte, Ersatz/Retrofit, aufstrebende Bergwerke
Überlegungen: Markenbekanntheit geringer als bei etablierten Namen, Servicenetz wächst (stark in Asien/Afrika/Lateinamerika)
Bemerkenswerte Projekte: Mehrere Eisenerzbetriebe (China, Afrika), Kohlebergwerke (Indonesien, Indien)
Website: xbrele.com/bergbau-schaltanlagen
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Nord-/Südamerika, Projekte, die eine UL-Listung erfordern
Überlegungen: Die Produktpalette ist bei den höchsten Spannungen enger als die von ABB/Schneider (bei einigen Strecken über 15 kV begrenzt)
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Sicherheitsorientierter Betrieb, nordamerikanische Minen, Kupfer-/Goldprojekte
Überlegungen: GE-Umstrukturierung schafft Unsicherheit über langfristige Unterstützung, Preisaufschlag
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Lateinamerikanische Projekte, Eisenerzoperationen, tropisches Klima
Überlegungen: Globales Servicenetz weniger umfangreich als ABB/Schneider
Bemerkenswerte Projekte: Vale-Betriebe (Brasilien), verschiedene lateinamerikanische Kupfer-/Goldminen
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Schnelle Projekte, entfernte Standorte (Containerlösungen), asiatische Standorte
Überlegungen: Begrenzte Präsenz in Nordamerika, Dokumentation manchmal verspätet (Übersetzung vom Koreanischen ins Englische)
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Europäische Projekte, balkanische/türkische/russische Bergbauaktivitäten
Überlegungen: Begrenzte globale Sichtbarkeit, kleinere Serviceorganisation als die großen Marken
Bergbau-Portfolio:
Warum für den Bergbau:
Typische Anwendungen: Unterirdische Verteilung, abgelegene/modulare Anlagen, Erweiterungen auf Brachflächen
Überlegungen: Engeres Produktsortiment (Schwerpunkt auf Kompakt-/RMU-Lösungen, nicht auf vollständige metallgeschottete Produkte)

Mindestanforderungen:
Überprüfung der Herstellerprüfung: Verlangen Sie Prüfzertifikate, die die tatsächliche Umwelteignung belegen, und nicht nur die Behauptung “für den Bergbau geeignet”.”
Bewerten Sie:
Rote Flagge: Hersteller ohne lokale Servicepräsenz, der für Reparaturen einen internationalen Versand benötigt
Bergbauspezifische Anforderungen:
Werkzeug: Beauftragen Sie den Hersteller mit der Durchführung einer Störlichtbogenstudie und einer Koordinationsanalyse für Ihre spezielle Anlage.
Berücksichtigen Sie nicht nur den Kaufpreis:
| Kostenkomponente | Typische % von TCO |
|---|---|
| Anfängliche Kapitalkosten | 40-50% |
| Installation/Inbetriebnahme | 10–15% |
| Wartung (Teile + Arbeit) | 15-25% |
| Stillstandskosten (Produktionsausfall) | 15-30% |
| Energieverluste | 5-10% |
Kontext Bergbau: Ausfallkosten dominieren oft - Premium-Schaltanlagen mit besserer Zuverlässigkeit und schnellerer Reparatur können trotz höherer Kapitalkosten niedrigere TCO haben
Zu stellende Fragen:
Besichtigung vor Ort: Wenn es sich um ein großes Projekt handelt, besuchen Sie ein Referenzbergwerk, in dem die Ausrüstung dieses Herstellers verwendet wird, und beobachten Sie den tatsächlichen Zustand nach Jahren des Betriebs.
Primäre Herausforderungen: Staub, extreme Temperaturen, Höhenlage (bei hochgelegenen Bergwerken)
Bevorzugte Konfigurationen:
Hersteller müssen Prioritäten setzen: ABB, Schneider (nachgewiesene Erfahrung im Außenbereich/Höhenlage), XBRELE (kostengünstige Optionen)
Primäre Herausforderungen: Hitze, Feuchtigkeit, Platzmangel, Sicherheit (Störlichtbogen, Erdschluss)
Bevorzugte Konfigurationen:
Hersteller müssen Prioritäten setzen: Schneider (Kompakt-RM6), Lucy Electric (RMU-Spezialisten), Siemens (SF6-freie Reinluft)
Primäre Herausforderungen: Häufiges Umschalten, Anschließen/Trennen von Schleppkabeln, Vibration
Bevorzugte Konfigurationen:
Hersteller müssen Prioritäten setzen: ABB (Hochleistungs-VCBs), XBRELE (Schütze für den Bergbau), Eaton (Kompetenz in der Motorsteuerung)
3-4 Hersteller einladen die verschiedene Ebenen abdecken:
Bewertungsmatrix:
| Kriterium | Gewicht | Scoring-Methode |
|---|---|---|
| Technische Übereinstimmung | 35% | Bestanden/nicht bestanden + Marge zum Bedarf |
| Preis (Kapital + 10 Jahre Wartung) | 30% | Im Verhältnis zum niedrigsten Bieter |
| Zeitplan für die Lieferung | 15% | Pünktliche Strafbestimmungen |
| Erfahrung im Bergbau | 10% | Referenzprojekte, Jahre im Bergbau |
| Lokale Unterstützung | 10% | Servicepräsenz, Ersatzteillager |
Standardisierungsansatz:
Best-of-breed-Ansatz:
Empfehlung: Standardisierung innerhalb der Kategorien (z. B. ein Hersteller für alle unterirdischen, ein anderer für alle oberirdischen Bereiche), aber Zulassung verschiedener Hersteller pro Kategorie
Externe Referenz: IEC 62271-106 - IEC 62271-106 Norm für AC-Schütze
Q1: Kann ich in einem Bergwerk Standard-Industrieschaltgeräte verwenden, die lediglich eine höhere Schutzart aufweisen?
A: Der Verzicht auf den Bergbau erfordert integrierte Konstruktionsänderungen, die über die Schutzart hinausgehen: vibrationsgehärtete Komponenten (verstärkte Stromschienen, verdrahtete Befestigungselemente), höhenkorrigierte Isolierung (höherer BIL-Wert in der Höhe), verbesserte Kühlung (überdimensioniert für hohe Umgebungsbedingungen unter Tage) und modulare Konstruktionen für schnelle Reparaturen. Ein einfaches Hinzufügen eines IP66-Gehäuses zu Standard-Schaltanlagen ist in Bergbauumgebungen nicht möglich.
F2: Welchen Höhenkorrekturfaktor sollte ich für ein Bergwerk in 3.500 m Höhe anwenden?
A: Gemäß IEC 62271-1 ist der Korrekturfaktor Ka = 1 + 0,012(H - 1000), wobei H die Höhe in Metern ist. Bei 3.500 m: Ka = 1 + 0,012(3.500 - 1.000) = 1,30. Multiplizieren Sie die erforderliche BIL mit 1,30 oder reduzieren Sie den Gerätenennstrom um 1/1,30 ≈ 0,77 (23% Derate). Überprüfen Sie immer die herstellerspezifischen Höhenangaben.
F3: Sollte ich SF6- oder Vakuumschaltröhren für den Bergbau einsetzen?
A: Vakuum-Leistungsschalter (VCBs) werden im Bergbau bevorzugt: keine Probleme mit der Einhaltung von SF6-Umweltvorschriften, wartungsfrei (keine Gasüberwachung), gute Leistung in staubigen Umgebungen (abgedichteter Unterbrecher) und geeignet für häufigen Betrieb. SF6 ist für kompakte gasisolierte Konstruktionen akzeptabel (Platzmangel unter Tage), führt aber zu einer zusätzlichen Belastung für die Umweltberichterstattung.
F4: Wie bewerte ich die Behauptungen des Herstellers zur “Bergbau-Erfahrung”?
A: Fordern Sie spezifische Referenzprojekte an mit: Name der Mine, Erzart, Umgebung (über/unter Tage, Höhe, Klima), Installationsjahr, Nennkapazität, Name des Ansprechpartners zur Überprüfung. Besuchen Sie, wenn möglich, den Referenzstandort und beobachten Sie den tatsächlichen Zustand nach dem Betrieb. Allgemeine Behauptungen wie “für den Bergbau geeignet” ohne überprüfbare Referenzen sind ein Warnsignal.
F5: Was ist bei Schaltanlagen für den Bergbau wichtiger: niedrigste Kapitalkosten oder schnellste Reparaturzeiten?
A: Die schnellste Reparaturzeit (MTTR) dominiert bei großen Betrieben, bei denen Ausfallzeiten $50.000-500.000/Stunde kosten. Berechnen Sie die Ausfallkosten × MTTR-Differenz gegenüber der Kapitalkostendifferenz. Beispiel: Premium-Schaltanlage $200.000 vs. Budget $120.000 ($80K Premium), aber Premium hat 2 Stunden MTTR vs. 8 Stunden (6 Stunden Unterschied). Wenn die Ausfallzeit = $100K/Stunde beträgt, spart ein einziger Ausfall 6 × $100K = $600K - die Prämie macht sich in einem einzigen Fall bezahlt.
F6: Können chinesische Hersteller (XBRELE usw.) die strengen Bergbauanforderungen erfüllen?
A: Chinesische Spitzenhersteller (XBRELE, CHINT usw.) erfüllen die IEC-Normen und verfügen über ein umfangreiches Bergbau-Portfolio, insbesondere in Asien/Afrika/Lateinamerika. Der Schlüssel liegt in der Verifizierung: Fordern Sie zertifizierte Prüfberichte (keine Selbstzertifizierung), Bergbau-Referenzen (unabhängig verifizieren) und bewerten Sie die lokale Servicefähigkeit. Der Qualitätsunterschied zu europäischen Marken hat sich deutlich verringert - Kosteneinsparungen rechtfertigen oft die Auswahl für geeignete Anwendungen.
F7: Wie oft sollten Schaltanlagen für den Bergbau im Vergleich zu normalen Industrieschaltanlagen gewartet werden?
A: Häufiger aufgrund der härteren Bedingungen. Standardindustrie: jährliche Inspektion. Bergbau über Tage: halbjährlich (Staubansammlung, Vibrationseinwirkung). Bergbau unter Tage: vierteljährlich (Hitze, Feuchtigkeit, korrosive Atmosphäre). Mobile Geräte: monatlich oder alle 10.000 Einsätze (häufiger Schaltbetrieb). Wärmebildtechnik: vierteljährlich, unabhängig von der Anwendung (zur Erkennung sich entwickelnder heißer Stellen).