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Ausschreibungsvorlage für Vakuumschütze mit kritischen Spezifikationsfeldern wie Betriebsart, Leistung und Umgebung

RFQ-Vorlage: Wie man einen Vakuumschütz spezifiziert (Parameter, die Sie einbeziehen müssen)

Allgemeine Ausschreibungen für Vakuumschütze erzeugen Angebote, die nicht den Anforderungen entsprechen. “12 kV, 400 A Vakuumschütz” beschreibt vielleicht 500 verschiedene Produktvarianten von verschiedenen Herstellern - einige sind für den Motorstart mit 50 Schaltspielen/Tag ausgelegt, andere für das Schalten von Kondensatoren mit 10.000 Schaltspielen/Jahr, wieder andere für das Schalten von Transformatoren oder das Abschalten allgemeiner Lasten.

Der Hersteller, der eine unvollständige Anfrage erhält, hat zwei Möglichkeiten: Er kann entweder ein konservatives Angebot abgeben (überspezifizierte, teure Lösung) oder ein optimistisches (unterspezifiziertes Angebot, das im Betrieb versagt). Beides hilft dem Käufer nicht. Das überspezifizierte Angebot verliert preislich gegenüber den Konkurrenten, die mit niedrigeren Anforderungen gerechnet haben. Das unterspezifizierte Schütz fällt nach 6 Monaten aus, wenn der Käufer feststellt, dass sein “Allzweck”-Schütz das tägliche Schalten der Kondensatorbatterie nicht bewältigen kann.

Vakuumschütze unterscheiden sich von Leistungsschaltern in entscheidenden Punkten, die in Ausschreibungen berücksichtigt werden müssen. Leistungsschalter unterbrechen in erster Linie Fehlerströme - die Spezifikation konzentriert sich auf die Kurzschlussleistung. Schütze schalten in erster Linie wiederholt Lasten - bei der Spezifikation müssen Betriebsart, Schalthäufigkeit, Lasttyp (ohmsch/induktiv/kapazitiv) und mechanische Lebensdaueranforderungen definiert werden. Das Fehlen dieser Parameter garantiert eine falsche Auswahl.

Dieser Leitfaden enthält die vollständige RFQ-Vorlage, die Beschaffungsingenieure bei der Spezifikation von Vakuumschütze für Motorsteuerungen, Kondensatorschaltungen, Transformatorschaltungen und Lasttrennungsanwendungen in 3,6-40,5-kV-Systemen.


Wesentliche Parameter (diese dürfen niemals weggelassen werden)

Vakuumschütz RFQ-Checkliste der wichtigsten elektrischen, Betriebs-, Umwelt- und Steuerungsparameter
Verwenden Sie diese RFQ-Checkliste, um unterspezifizierte Angebote zu vermeiden - das Fehlen von Betriebsart, Schaltfrequenz oder Höhe/IP-Anforderungen ist der schnellste Weg zu einer falschen Auswahl.

1. Elektrische Nennwerte

Nennspannung (Ur):

  • Geben Sie die Netzspannung UND den Nennisolationspegel an
  • Beispiel: “12 kV-Netz, 17,5 kV Nennisolierung (Ur = 17,5 kV)”
  • Übliche Spannungen: 3,6, 7,2, 12, 17,5, 24, 36, 40,5 kV
  • Warum es wichtig ist: Unterdimensionierung der Isolierung führt zu Ausfällen; Überdimensionierung verursacht unnötige Kosten

Nennstrom (Ir):

  • Kontinuierliche Strombelastbarkeit
  • Beispiel: “400 A kontinuierlich bei 40°C Umgebungstemperatur”
  • Umgebungstemperatur angeben, falls >40°C
  • Warum es wichtig ist: Das Schütz muss den Laststrom kontinuierlich ohne Überhitzung führen

Kurzzeit-Stehstrom (Icw):

  • Stromschütz muss für die angegebene Dauer ohne Beschädigung standhalten
  • Beispiel: “16 kA für 1 Sekunde” oder “20 kA für 3 Sekunden”.”
  • In der Regel niedriger als die Kurzschlussleistung von Leistungsschaltern (Schütze unterbrechen keine Fehler)
  • Warum es wichtig ist: Schützt das Schütz bei Fehlern, bis der vorgelagerte Unterbrecher auslöst

Herstellungs- und Ausschaltvermögen:

  • Herstellungskapazität (Icm): Spitzenstromschütz kann schließen auf
  • Bruchlast (Ib): Stromschütz kann unterbrechen
  • Unterschiedlich für ohmsche, induktive und kapazitive Lasten
  • Beispiel: “Einschalten: 40 kA Spitze, Ausschalten: 630 A ohmsch, 400 A induktiv, 400 A kapazitiv”
  • Warum es wichtig ist: Definiert den maximalen Laststrom, den das Schütz sicher schalten kann

2. Betriebsart und Betriebsfrequenz

Dienstklasse (gemäß IEC 62271-106):

  • AC-1: Nicht-induktive oder leicht induktive Lasten (Widerstandserwärmung, allgemeine Verteilung)
  • AC-2: Anlassen von Schleifringläufermotoren
  • AC-3: Anlassen von Käfigläufermotoren (häufigster Motorbetrieb)
  • AC-4: Anlassen/Stecken/Einschalten von Käfigläufermotoren (schwerer Betrieb)
  • AC-5a: Schaltende Entladungsbeleuchtung
  • AC-5b: Schalten der Glühlampenbeleuchtung
  • AC-6a: Schaltbare Transformatoren
  • AC-6b: Schaltbare Kondensatorbatterien

Beispielspezifikation: “AC-3 Motoranlaufbetrieb, 400 A Motor-Laststrom, 2.400 A Einschaltstrom (6× Laststrom)”

Flussdiagramm für die Auswahl der IEC 62271-106-Betriebsklassen für Vakuumschütze von AC-1 bis AC-6b
Die Beanspruchungskategorie (AC-1 bis AC-6b) ist die kritischste RFQ-Eingabe - jede Kategorie definiert die Schaltbelastung, die Anforderungen an die Ausdauer und die Preisgestaltung.

Operationen pro Tag/Jahr:

  • Wie viele Schließ-Öffnungs-Zyklen?
  • Beispiel: “10 Vorgänge/Tag, 3.650 Vorgänge/Jahr” (täglicher Start-Stopp)
  • OR: “2 Einsätze/Tag, 730 Einsätze/Jahr” (Bereitschaftsdienst)
  • Warum es wichtig ist: Bestimmt die Anforderungen an die mechanische und elektrische Belastbarkeit

Leistungsfaktor der Last:

  • Induktive Lasten: Leistungsfaktor angeben (z. B. “0,85 nacheilend für Motorlast”)
  • Kapazitive Lasten: Angabe der Kapazität (z. B. “3 × 50 kVAR Kondensatorbank”)

3. Anwendungsspezifische Anforderungen

Motorstart (AC-3/AC-4):

  • Motornennleistung (kW oder HP)
  • Motor-Volllaststrom (FLA)
  • Anlaufstrom (typischerweise 5-8× FLA bei Käfigläufern)
  • Startverfahren: DOL (Direktanlauf), Stern-Dreieck, Softstarter, VFD
  • Anzahl der Starts pro Stunde

Kondensatorschaltung (AC-6b):

  • Gesamtgröße der Kondensatorbatterie (kVAR)
  • Größe der einzelnen Kondensatoreinheiten
  • Rücken-an-Rücken-Schaltung? (vorhandene stromführende Kondensatoren auf dem Bus)
  • Verstimmungsdrossel vorhanden? (Induktivität angeben)
  • Erforderliche mechanische Beständigkeit (Kondensatorbetrieb erfordert hohe Beständigkeit - 50.000+ Einsätze)

Transformator-Schalten (AC-6a):

  • Nennleistung des Transformators (kVA oder MVA)
  • Magnetisierungsstrom bei Leerlauf
  • Höhe und Dauer des Einschaltstroms
  • Häufigkeit der Umschaltung (täglich, wöchentlich, nur im Notfall?)

Allgemeiner Lastbruch:

  • Lasttyp (ohmsch, induktiv, gemischt)
  • Maximaler Ausschaltstrom
  • Leistungsfaktor

Umwelt- und Installationsparameter

4. Umweltbedingungen

Temperatur in der Umgebung:

  • Betriebsbereich: “-25°C bis +45°C” (tatsächliche Bedingungen vor Ort angeben)
  • Lagerbereich: “-40°C bis +70°C”
  • Höhenlage: “Installiert in 2.500 m Höhe” (erfordert Derating oder Höhenkorrektur)

Schutz des Gehäuses:

  • Schutzart: IP54 (sauberer Innenbereich), IP65 (Außenbereich/Staub), IP66 (abwaschbar)
  • NEMA-Einstufung, falls zutreffend: NEMA 3R (Außenbereich), NEMA 4X (korrosiv)

Atmosphärische Bedingungen:

  • Luftfeuchtigkeit: “95% RH nicht kondensierend” oder “tropisches Klima”
  • Verschmutzung: “Starker Staub” oder “Korrosive Atmosphäre (Schwefel, Salznebel)”
  • Vibration/Seismik: “Seismische Zone 4 gemäß IEC 60068-2-6”, falls zutreffend

5. Physikalische und mechanische Anforderungen

Montage:

  • Fest oder auszahlbar/abhebbar
  • Schalttafeleinbau oder Bodenaufstellung
  • Bevorzugt: “Herausnehmbare Konstruktion für einfache Wartung ohne Demontage der Platte”

Abmessungen und Gewicht:

  • Platzbeschränkungen: “Maximale Höhe 2.000 mm”, wenn der Platz begrenzt ist
  • Gewichtsgrenze bei eingeschränkter Krankapazität

Funktionsmechanismus:

  • Federbetätigt, magnetischer Antrieb, manuell
  • Vorzug für wartungsfreien Betrieb: “Magnetischer Antrieb bevorzugt (keine Schmierung)”

Steuerspannung:

  • DC: 110 VDC, 125 VDC, 220 VDC
  • AC: 110 VAC, 220 VAC, 380 VAC
  • Spezifizieren: “125 VDC Einschaltspule, 125 VDC Auslösespule, batteriegepufferte Versorgung”

Normen, Tests und Dokumentation

6. Anwendbare Normen

Entwurfs- und Prüfnormen:

  • IEC 62271-106 (Wechselstromschütze für Spannungen über 1 kV)
  • IEEE C37.012 (Anwendungsleitfaden für Kapazitätsstromschaltungen)
  • IEC 60470 (für Kondensatorschaltanwendungen)
  • Andere: UL, CSA, GB, falls für bestimmte Märkte erforderlich

Angeben: “Das Schütz muss der Norm IEC 62271-106 entsprechen, und es müssen Baumusterprüfbescheinigungen vorgelegt werden.”

7. Typprüfung und Qualitätssicherung

Erforderliche Baumusterprüfberichte:

  • Dielektrische Prüfungen (Netzfrequenzbeständigkeit, Blitzimpuls)
  • Tests zum Temperaturanstieg
  • Mechanische Dauertests
  • Tests zur Herstellung und zum Bruchverhalten
  • Kurzschlussfestigkeitstests

Routinetests erforderlich (für jede gelieferte Einheit):

  • Dielektrische Prüfungen an offenen Kontakten
  • Tests der Hilfsstromkreise
  • Mechanische Funktionsprüfungen
  • Kontaktwiderstandsmessung

Qualitätszertifikate:

  • ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
  • ISO 14001 (Umweltmanagement) bei ökologisch sensiblen Standorten
  • Werksabnahme: “Der Käufer behält sich das Recht vor, dem Factory Acceptance Test (FAT) beizuwohnen”.”

Zubehör und Optionen

8. Hilfskontakte

Nummer und Typ:

  • Beispiel: “4 NO + 4 NC Hilfskontakte, Nennstrom 10 A, 250 VAC/DC”
  • Für Signalisierung, Verriegelung, Fernanzeige

Anzeige der Position:

  • Mechanische Anzeige am Schütz (sichtbar durch das Schalttafelfenster)
  • Elektrische Stellungsanzeige (Hilfskontakte für SCADA)

9. Verriegelungen

Mechanische Verriegelungen:

  • Verhinderung des gleichzeitigen Schließens von zwei Schützen
  • Beispiel: “Mechanische Verriegelung zwischen Haupt- und Bypass-Schützen”

Elektrische Verriegelungen:

  • Unterspannungsauslöser (löst bei Ausfall der Steuerspannung ein Schütz aus)
  • Shunt-Auslösung (Fernauslösung möglich)

10. Schutz und Überwachung

Eingebauter Schutz:

  • Überlastschutz (thermisch oder elektronisch)
  • Schutz vor Phasenunsymmetrie
  • Erdschlussschutz

Überwachungsmöglichkeiten (für intelligente Schütze):

  • Vorgangszähler (verfolgt die Anzahl der Vorgänge für die Wartungsterminierung)
  • Temperatursensoren
  • Anzeige des Kontaktverschleißes
  • Kommunikationsprotokoll: Modbus RTU, Profibus, IEC 61850

Kommerzielle und Lieferanforderungen

11. Menge und Lieferung

Menge:

  • Beispiel: “4 Einheiten bei Erstbestellung, Potenzial für 20 weitere Einheiten über 3 Jahre”
  • Hilft dem Hersteller bei der Bewertung der Preisgestaltung und der Ersatzteilstrategie

Zeitplan für die Lieferung:

  • “Lieferung erforderlich bis [Datum]”
  • “Gestaffelte Lieferung zulässig: 2 Einheiten bis [Datum 1], 2 Einheiten bis [Datum 2]”.”

Verpackung:

  • “Geeignet für den internationalen Versand, geschützt vor Feuchtigkeit und Stößen”
  • “Lieferung mit sämtlichem Montagematerial, Installations- und Betriebsanleitungen”

12. Ersatzteile und After-Sales-Support

Erstausstattung mit Ersatzteilen:

  • “Das Angebot soll beinhalten: 1 Satz Hauptkontakte, 1 Satz Hilfskontakte, 1 Wartungssatz für den Betätigungsmechanismus”

Langfristige Verfügbarkeit:

  • “Der Hersteller garantiert die Verfügbarkeit von Ersatzteilen für mindestens 15 Jahre nach dem Kauf”.”

Technische Unterstützung:

  • “Unterstützung bei der Inbetriebnahme erforderlich: Anwesenheit vor Ort bei der ersten Inbetriebnahme”
  • “Ausbildung erforderlich: 1-tägiges praktisches Training für Wartungspersonal”
  • “Lokales Servicezentrum in [Region]: Ja/Nein, bitte Standort und Reaktionszeit angeben”

13. Gewährleistung und Garantien

Standard-Garantie:

  • “Mindestens 24 Monate ab Inbetriebnahme oder 30 Monate ab Lieferung, je nachdem, was früher eintritt”

Leistungsgarantien:

  • “Mechanische Belastbarkeit: Mindestens 50.000 Schaltspiele für Kondensatorschaltbetrieb”
  • “Elektrische Lebensdauer: Mindestens 10.000 Schaltspiele bei Nennausschaltstrom (AC-3-Betrieb)”

Vollständige RFQ-Vorlage

VAKUUMSCHÜTZ ANFRAGE FÜR EIN ANGEBOT

Projekt: ________________________ Datum: ____________
Käufer: __________________________ Contact: ___________

1. ELEKTRISCHE WERTE
   - Nennspannung (Ur): ______ kV
   - Nennstrom (Ir): ______ A kontinuierlich bei ____°C Umgebung
   - Kurzzeitstromfestigkeit (Icw): ______ kA für ____ Sekunden
   - Einschaltvermögen (Icm): ______ kA Spitze
   - Ausschaltvermögen (Ib): ______ A (bitte angeben: ohmsch/induktiv/kapazitiv)
   - Nennfrequenz: ______ Hz

2. BETRIEBSART UND ANWENDUNG
   - Betriebsart nach IEC 62271-106: AC-___
   - Beschreibung der Last: _______________________
   - Nennbetriebsstrom: ______ A
   - Einsätze pro Tag: ______ Einsätze pro Jahr: ______
   - Leistungsfaktor der Last: ______ (falls zutreffend)

   (Falls der Motor anläuft)
   - Motorleistung: ______ kW/HP
   - Motor FLA: ______ A
   - Anlaufstrom: ______ A (____× FLA)
   - Startverfahren: DOL / Stern-Dreieck / Sanftanlauf / VFD

   (Wenn Kondensatorschaltung)
   - Größe der Kondensatorbatterie: ______ kVAR
   - Anzahl der Einheiten: ______
   - Verstimmungsdrossel: Ja/Nein, wenn ja: ______ mH
   - Back-to-Back-Schaltung: Ja/Nein
   - Erforderliche mechanische Lebensdauer: ______ Schaltspiele mindestens

   [Wenn Transformatorschaltung]
   - Transformatorleistung: ______ kVA/MVA
   - Leerlaufstrom: ______ A
   - Einschaltstrom: ______ A für ______ ms

3. UMWELTBEDINGUNGEN
   - Betriebstemperatur: ____°C bis ____°C
   - Lagertemperatur: ____°C bis ____°C
   - Höhenlage: ______ m über dem Meeresspiegel
   - Luftfeuchtigkeit: ______ % RH, kondensierend/nicht kondensierend
   - Verschmutzungsgrad: Sauber / Mäßig staubig / Stark staubig / Korrosiv
   - Erforderliche IP-Schutzart: IP____
   - Vibration/seismische Anforderungen: ________________

4. MECHANISCH & MONTAGE
   - Befestigung: Fest / Ausziehbar / Ausziehbar
   - Aufstellungsort: Innen / Außen / Halb-Außen
   - Betätigungsmechanismus: Feder / Magnetischer Aktuator / Manuell / Andere
   - Platzbeschränkungen (falls zutreffend): B____mm × H____mm × T____mm
   - Maximales Gewicht (falls begrenzt): ______ kg

5. STEUERUNG & HILFSMITTEL
   - Spannung der Schließspule: ______ VDC/VAC
   - Spannung der Auslösespule: ______ VDC/VAC
   - Erforderliche Hilfskontakte: ____ NO + ____ NC
   - Positionsanzeige: Mechanisch / Elektrisch / Beides
   - Mechanische Verriegelungen: Ja/Nein, beschreiben: __________
   - Elektrische Verriegelungen: Unterspannung / Arbeitsstromauslöser / Sonstiges
   - Betriebszähler: Ja/Nein
   - Kommunikationsprotokoll (wenn intelligentes Schütz): _______

6. NORMEN UND PRÜFUNGEN
   - Konstruktionsnorm: IEC 62271-106 / IEEE C37.012 / Andere: ______
   - Baumusterprüfbescheinigungen erforderlich: Ja/Nein
   - Routinetest erforderlich: Nach IEC 62271-106 / Benutzerdefiniert: ______
   - Werksabnahmeprüfung (FAT): Erforderlich / Optional
   - Qualitätszertifizierungen: ISO 9001 / ISO 14001 / Andere: ______

7. KOMMERZIELLE ANFORDERUNGEN
   - Menge: ______ Einheiten (anfänglich), ______ mögliche zukünftige
   - Lieferung erforderlich bis: __________
   - Verpackung: Internationaler Versand / Inländisch / Spezial: ______
   - Erste Ersatzteile erforderlich: Ja/Nein, bitte angeben: __________
   - Garantie der Ersatzteilverfügbarkeit: ______ mindestens Jahre
   - Unterstützung bei der Inbetriebnahme: Erforderlich / Nicht erforderlich
   - Schulung: Erforderlich / Nicht erforderlich (Dauer angeben: ____)
   - Lokales Servicezentrum: Erforderlich / Bevorzugt / Nicht entscheidend
   - Garantie: Mindestens ______ Monate

8. MIT DEM ANGEBOT ERFORDERLICHE UNTERLAGEN
   [ ] Detailliertes technisches Datenblatt
   [ ] Maßzeichnungen (PDF + CAD)
   [ ] Baumusterprüfbescheinigungen
   [Qualitätszertifikate (ISO 9001, etc.)
   [ ] Betriebs- und Wartungshandbücher (Entwurf oder Muster)
   [ ] Ersatzteilliste mit Preisangaben
   [ ] Lokale Servicezentren und Kontaktinformationen
   [ ] Referenzinstallationen (ähnliche Anwendung, mit Kontaktangaben)
   [ ] Lieferplan und Vorlaufzeit
   [ ] Aufgeschlüsselte Preise (Grundgerät, Optionen, Ersatzteile, Dienstleistungen)

9. BESONDERE ANFORDERUNGEN ODER ANMERKUNGEN
   ________________________________________________
   ________________________________________________

10. BEWERTUNGSKRITERIEN
   Technische Übereinstimmung: ____%
   Preis: ____%
   Lieferfrist: ____TP3T
   Unterstützung nach dem Kauf: ____%
   Sonstiges: ________________: ____%

EINREICHUNGSFRIST: ____________
Einreichen bei: ________________________
Kontakt für Rückfragen: ____________ (E-Mail/Telefon)

Häufige RFQ-Fehler und wie man sie vermeidet

Häufige Fehler bei Ausschreibungen für Vakuumschütze im Vergleich zu korrekten Spezifikationseingaben
Die meisten RFQ-Ausfälle sind auf fehlende Betriebsart, Schalthäufigkeit und Standortbedingungen zurückzuführen - die Behebung dieser Faktoren führt zu vergleichbaren Angeboten und einer zuverlässigen Lebensdauer.
IrrtumKonsequenzLösung
Weglassen des DiensttypsVermutungen der Hersteller - entweder überteuert oder zu wenig spezifiziertGeben Sie immer die Kategorien AC-1 bis AC-6b an.
Nur Spannung/Strom spezifizieren500+ Varianten passen; Angebot entspricht nicht dem tatsächlichen BedarfEinschließlich Anwendung, Betrieb/Jahr, Lasttyp
Keine HöhenangabeDas Schütz ist in der Höhe gedrosselt, überhitzt oder fällt dielektrisch ausAngabe der tatsächlichen Aufstellungshöhe (>1.000 m kritisch)
“Kondensatorschaltung” ohne KondensatorgrößeDer Hersteller kann die Einschalt-/Herstellkapazität nicht bestimmenGeben Sie die gesamten kVAR, die Anzahl der Einheiten und die Verstimmungsdrossel an.
“Ähnlich wie [Modell des Wettbewerbers]”Faule Spezifikationen führen zu nicht vergleichbaren AngebotenDefinieren Sie die Anforderungen unabhängig, nicht durch ein Konkurrenzprodukt
Keine Anforderung an die mechanische BelastbarkeitStandard 10.000-OP-Schütz versagt bei HochfrequenzanwendungStaatliche Operationen/Jahr; Bedarf an Kondensatorbetrieb 50.000+
Vergessene SteuerspannungDas angegebene Schütz hat eine 220-VDC-Spule, Ihr System hat 125 VDC.Geben Sie sowohl die Spannung der Einschalt- als auch der Auslösespule an
Keine Diskussion über Ersatzteile/SupportSchütz funktioniert gut, aber der Hersteller hat keinen lokalen SupportErforderlich ist ein lokales Servicezentrum, das die Verfügbarkeit von Ersatzteilen garantiert.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die vollständige Anfrage muss 4 kritische Kategorien angeben: elektrische Nennwerte (Spannung, Strom, Einschalt-/Ausschaltvermögen), Betriebsart (AC-1 bis AC-6b gemäß IEC 62271-106 mit Schaltspielen/Jahr), Umgebungsbedingungen (Temperatur, Höhe, IP-Schutzart) und Anwendungsdetails (Motor FLA/inrush, Kondensator kVAR oder Transformator MVA)
  • Die Wahl der Betriebsart bestimmt die Kosten und die Zuverlässigkeit - ein AC-3-Motoranlaufschütz kostet 30-50% weniger als ein gleichwertiges AC-6b-Kondensatorschütz aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an die mechanische Lebensdauer (10.000 gegenüber 50.000+ Schaltungen)
  • Höhe >1.000 m erfordert explizite Spezifikation-每1.000 m Derating-Faktor ~10%, so dass bei einer Installation in 3.000 m ein Schütz mit 1,3-facher Nennspannung oder 23% Stromderating erforderlich ist
  • Ausschreibungen für Kondensatorschaltungen müssen die gesamten kVAR, die Größe der einzelnen Einheiten, das Vorhandensein einer Verstimmungsdrossel und die Anforderung für Back-to-Back-Schaltungen enthalten - das Fehlen eines Parameters verhindert eine genaue Berechnung des Einschaltstroms
  • Mechanische Lebensdaueranforderung trennt geeignete Angebote von Ausfällen - Kondensator/Motor, der häufig schaltet, benötigt 30.000-100.000 Schaltungen; Transformator/Speiser, der gelegentlich schaltet, akzeptiert 10.000 Schaltungen
  • Angaben zum Kundendienst (lokaler Service, 15-jährige Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Unterstützung bei der Inbetriebnahme) gehören in die Ausschreibung und nicht in die Diskussion nach dem Kauf - so werden Überraschungen vermieden, wenn der Hersteller nicht vor Ort vertreten ist.
  • Die Dokumentationsanforderungen (Baumusterprüfbescheinigungen, FAT-Zeugnis, CAD-Zeichnungen) müssen eindeutig sein - “Standarddokumentation” bedeutet für jeden Hersteller etwas anderes

Externe Referenz: IEC 62271-106 - IEC 62271-106 Norm für AC-Schütze

Häufig gestellte Fragen

F1: Was ist der Unterschied zwischen der Herstellung von Kapazität und der Ausschaltung von Kapazität?
A: Das Einschaltvermögen (Icm) ist der Spitzenstrom, auf den das Schütz schließen kann (typischerweise 2,5× die Nennkurzschlussfestigkeit für die Einschaltung des Motors/Kondensators). Das Ausschaltvermögen (Ib) ist der Effektivstrom, den das Schütz sicher unterbrechen kann. Beispiel: Ein 12-kV-Schütz kann 40 kA Einschaltstrom, 16 kA Kurzzeitstromfestigkeit, aber nur 400 A Ausschaltvermögen haben - es ist dafür ausgelegt, bei hohen Einschaltströmen zu schließen, aber Fehler nicht zu unterbrechen.

F2: Wie bestimme ich die erforderliche mechanische Belastbarkeit für meine Anwendung?
A: Berechnen Sie die Gesamtanzahl der Einsätze über die gewünschte Lebensdauer: (Einsätze/Tag × 365 × Jahre). Beispiel: Motorstart 3×/Tag für 20 Jahre Lebensdauer = 3 × 365 × 20 = 21.900 Schaltspiele - geben Sie 30.000+ mechanische Lebensdauer als Sicherheitsmarge an. Kondensatorschaltung (täglich): 365 × 20 = 7.300 Minimum, wegen starker elektrischer Belastung 50.000+ angeben.

F3: Kann ich anstelle von detaillierten Anforderungen auch “gleichwertig mit [Modell des Wettbewerbers]” angeben?
A: Nicht empfehlenswert - führt zu rechtlicher Unklarheit und verhindert den Vergleich von “Apfel zu Apfel”. Verschiedene Hersteller interpretieren "gleichwertig" unterschiedlich. Besser: Besorgen Sie sich das Datenblatt eines Wettbewerbers, entnehmen Sie die wichtigsten Spezifikationen und geben Sie diese als Anforderungen an. So können mehrere Hersteller ein faires Angebot abgeben.

F4: Welchen Höhenkorrekturfaktor sollte ich anwenden?
A: Gemäß IEC 60694 ist der Korrekturfaktor Ka = 1 + 0,012(H - 1000), wobei H die Höhe in Metern ist. Bei 2.500 m: Ka = 1 + 0,012(2.500 - 1.000) = 1,18. Geben Sie entweder ein Schütz mit einer Nennspannung von 1,18 x Nennspannung an oder akzeptieren Sie 1/1,18 = 0,85 (15% Stromreduzierung). Geben Sie in der Anfrage immer die Höhe des Standorts an.

F5: Wie genau sollte ich die Konfiguration der Kondensatorbatterie festlegen?
A: Sehr spezifisch - die Hersteller benötigen: kVAR der gesamten Bank, Anzahl der einzelnen Kondensatoreinheiten, Anschluss (Stern/Dreieck), Wert der Verstimmungsdrossel (falls vorhanden), vorhandene erregte Kondensatoren auf dem Bus (Back-to-Back-Schaltung) und Schaltfrequenz. Das Fehlen eines Parameters zwingt den Hersteller, den Einschaltstrom zu schätzen, was zu einer Über- oder Unterspezifizierung führt.

F6: Sollte ich für alle Schützkäufe einen FAT (Factory Acceptance Test) verlangen?
A: Für kritische Anwendungen (Schalten von Kondensatoren, Anlassen von Motoren mit hoher Belastung, Schutz teurer Geräte): Ja - FAT bestätigt die Leistung vor dem Versand. Für Standardanwendungen mit nachgewiesener Erfolgsbilanz des Herstellers: Optional (erhöht Kosten und Lieferzeiten). Für kundenspezifische/erstmalige Konfigurationen ist immer ein FAT erforderlich.

F7: Welche Garantiezeit sollte ich für Vakuumschütze angeben?
A: Standard: 24 Monate ab Inbetriebnahme oder 30 Monate ab Lieferung. Kondensator-Schaltbetrieb: Verlängern Sie die Garantie (36 Monate) aufgrund der höheren elektrischen Belastung. Geben Sie auch Garantien für die mechanische/elektrische Lebensdauer an: “Mindestens 50.000 mechanische Schaltspiele, 10.000 elektrische Schaltspiele bei Nennstrom” für Kondensatorbetrieb.

Hannah Zhu, Marketingdirektorin von XBRELE
Hannah

Hannah ist Administratorin und Koordinatorin für technische Inhalte bei XBRELE. Sie ist verantwortlich für die Website-Struktur, die Produktdokumentation und die Blog-Inhalte zu den Themen Mittel- und Hochspannungsschaltanlagen, Vakuumunterbrecher, Schütze, Unterbrecher und Transformatoren. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung klarer, zuverlässiger und ingenieursfreundlicher Informationen, um Kunden weltweit dabei zu unterstützen, fundierte technische und Beschaffungsentscheidungen zu treffen.

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